Drei traurige Fakten über mein Arbeitsleben

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Von wegen immer gut drauf: Diese drei Wahrheiten über die einst so motivierte und einsatzbereite Mitarbeiterin von *Beep* sind alles andere als floriansilbereisenfröhlich.

1. Sie ist häufig hungrig!

2. Sie ist oft sehr müde!

3. Sie wird ihre Rente ab 83 höchstwahrscheinlich in Form von Lebensmittelmarken ausgezahlt bekommen…

Ihrem Partner ergeht es ähnlich!

Vielleicht sollte man sich nicht zu jedem #googledoodle einen Artikel aus den Fingern saugen! 😀

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Welcome to Germany(’s left wing), Refugees!

Bunte Fähnchen tanzen in der lauen Abendprise. Darunter aufgekratzte, kurzhaarige Mädchen in Kapuzenpullis, die sich lautstark politische Statements zuwerfen. Dazu eine dumpfe Mischung aus Progressive- und Indie-Rock-Tönen.

„Also wirklich, ich finde, das ist psychologisch-methodologisch nicht der richtige Ansatz…“ Ein Junge mit filzigen Haaren und Flesh Tunnel greift nach dem Joint, nimmt einen tiefen Zug. „Die Probabilität wirtschaftlich zuträglichen Verhaltens ist aufgrund des subjektiven Empfindens einer Ungerechtigkeit immer gleich 0.“ Ich versuche mich zu konzentrieren. Das Mitglied einer „sozialen Randgruppe“ mit kariertem Hemd und Hipster-Brille meldet sich zu Wort: „Du meinst das sozialpsychologisch, richtig? Das heißt, der Partner würde immer ablehnen, sobald sich seine Gewinnmaximierung auf unter 50% der auf beide Personen zu verteilenden Gesamtsumme beläuft?“ Zustimmendes Nicken. Verkrampft klammere ich mich an meine Bierflasche. Abgerissene Gestalten mit Aufnähern auf den Jacken tauschen Zigaretten aus, fragen nach Feuer. Am Eingang zum Innenbereich hängt ein Schild: „Empfohlene Spende: 5 Euro“ Empfohlen?

Eigentlich ein gutes Konzept, finde ich! Darum bin ich hier! Flüchtlinge Willkommen! Und das meine ich ernst!

Ich denke immer, ich bin links… Auf solchen Veranstaltungen merke ich dann, dass es wohl noch ein Links links von mir gibt. Ein undogmatischer Student versucht, seinen Hund einzufangen. „Hast du zufällig Kaugummis?“ Direkte Ansprachen habe ich nicht erwartet. Es gibt Kreise, in denen ich einfach nichts zu sagen habe. In denen ich nichts zu sagen habe, weil es schon gesagt wurde oder weil es mir, kompakt zusammengefasst, von einem dieser kleinen Buttons entgegen leuchtet. Ich nicke und zücke eine Packung Mentos (die Kaugummis). „Cool! Darf ich auch zwei nehmen?“ Ich zögere kurz und nicke erneut. Dann hole ich mein IPhone aus der Tasche. Strafende Blicke von allen Seiten. Ja, es ist kein Fairphone, ich weiß! Sogleich lasse ich es samt der Packung Mentos (die Kaugummis) wieder in meinem Jutebeutel verschwinden. Mit meinem H&M Fakeledertäschchen hätte ich mich hier wirklich nicht hingetraut. Das hätte förmlich nach einem Diskurs zu den Stichworten „Arbeitsbedingungen“, „Textilindustrie“ und „Bangladesch“ geschrien.
Ist ja auch richtig! Insgeheim bewundere ich dieses Engagement!

Mein Bier ist leer. Ich schlendere in den Innenbereich. Die Musik ist hier unerträglich laut. Eine Gruppe Afrikaner aus der Sub-Sahara stehen halb verängstigt, halb neugierig vor der Theke. „The drinks at the main bar have fixed prices. Refugees will get one drink at the bar for free.“ Sie können wählen zwischen Bitburger und Reissdorf.
Ich bestelle ein Reissdorf. In einem Nebenraum sind Biertische aufgebaut, auf denen mitgebrachte Speisen standen. Natürlich alles vegan… und das nicht nur, um jedes religiöse Fettnäpfchen gekonnt zu umgehen… Die Schüsseln sind leer, es gibt nur noch Fladenbrot. Auf dem Sofa in einer Ecke kauert eine Reihe identisch aussehender Antifas mit Volahiku-Frisuren. Sie haben die Arme verschränkt und die Lippen fest aufeinander gepresst. Kein Lächeln, keine Regung, immer bereit aufzuspringen, falls sich doch ein lebensmüder Nazi hierher verirrt. Eine Frau mit Undercut füllt die Schüsseln des Buffets auf. Eine Horde betrunkener und ausgehungerter Reaktionärer stürzt sich sofort recht unsolidarisch auf die Nahrung, während sich fernab von Leid und Gewalt gezeichnete Gesichter schüchtern-beobachtend der Szene zuwenden. Residenzpflicht, Arbeitsverbot, Gutscheine statt Bargeld und nicht einmal Humus auf der eigenen Party! Ich trinke mein Bier leer und verabschiede mich. Jemand drückt mir noch einen Flyer in die Hand. „Aufrufe zum 1. Mai 2015.“ „Yo, bist du bei uns?“ Ich zucke mit den Schultern. „Manchmal!“

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Freitags im öffentlichen Dienst…

Offene Türen, schläfrige Gestalten, reges kommunikatives Treiben unter Kollegen und der Duft von frisch gebrühtem Kaffee mit einer Prise abgestandenem Rauch aus den 80ern… so kennen wir ihn, den öffentlichen Dienst!

Da werden am frühen Morgen noch schnell dieser Antrag, jene Bewilligung und die durch den am Vortag in üppigen Mengen verzehrten Bohneneintopf verursachten Beschwerden durchgesprochen. Und dann passiert, was eigentlich nicht vor 9:00 Uhr passieren darf… das Telefon klingelt. „Herr Mayer? Der ist gerade nicht am Platz! Ja, genau… hmm… ja, da rufen Sie besser später nochmal an!“
Und warum ist Herr Mayer nicht am Platz? Weil Herr Mayer im Nebenbüro mit gespitzten Lippen genüsslich seinen Kaffee schlürft und dabei hin und wieder ein zufriedenes Grunzen von sich gibt. Und das ist „historisch so gewachsen“!

„Historisch so gewachsen“ sind auch der mittägliche Dienstgang in die Kantine, die Kaffeerunde um viertel vor drei sowie die dreistündige Abteilungsrunde, deren Inhalt sich locker in 30 Minuten zusammenfassen ließe: Während ich unruhig auf meinem Stuhl herumrutsche und mit meinem zwischen Daumen und Zeigefinger geklemmten Bleistift gegen meinen Oberschenkel trommle (das sich im linken Augenlid bemerkbar machende Zucken ignorierend), starrt Herr Heinrich leeren Blickes in die Ferne. Ab und zu reibt er sich am Kinn: „Ja, hmm, da bin ich jetzt wirklich überfragt. Was meinen Sie, Frau Schneider?“ Frau Schneider zupft sich noch einmal ihre Bluse zurecht. „Ja, es handelt sich definitiv um ein Henne-Ei-Problem, so viel steht fest!“ Dann betretenes Schweigen, bevor Herr Heinrich seine Stimme in emotionaler Ekstase leicht anhebt: „Aber…“, die geübten Zuhörer senken hier betroffen den Blick, dann kommt es, das gepresste „wir haben halt einfach ein Ressourcenproblem!“
Puuh! Es ist raus! Zumindest für heute! Ich atme erleichtert auf.

Pünktlich um 13:00 Uhr fallen schließlich die Türen ins Schloss und von allen Seiten schallt es: „Schönes Wochenende!“
Der Gang ist leer, der Kaffee ausgetrunken und zurück bleibt nur der muffige Geruch nach altem Papier und ein drückendes Gefühl in der Magengrube, während das letzte Echo aus dem WDR4 von den vergilbten Lammellen der Leinengardinen verschluckt wird.

Und das alles ist leider „sachlich richtig“!

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Der Rhein

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Unaufgeräumt wie der rasierte Hinterkopf eines Lockengenträgers. Ein paar Zentimeter sind schon nachgewachsen… nur viel mehr Bewegung, viel mehr! Doch die Ente steht im Wasser. Sie steht im Wasser und findet alles wieder, alles was sie sucht oder verloren hat. Denn der Rhein verliert nie etwas. Er ist ein Sammler, ein Sammler und ein Verführer. Die Sonne verfängt sich in seinen winzigen Kräuseln und lässt sie glitzern wie Glas. „Komm zu mir“, wispert er stets. Und „ich kühle dir deine trägen Glieder“ in der schwülen Mittagshitze oder „ich nehme dir deinen Schmerz“ in der neblig, grauen Dämmerung. Der Rhein ist ein Sammler! Dann ein Bein im Wasser, ein Bein oder zwei Beine, doch nur bis zum Knie, nicht weiter, „bloß nicht weiter“ hat Mama immer gesagt. „Bloß nicht weiter, sonst reißt er dich mit fort.“ An grauen, regnerischen Tagen ein verlockendes Versprechen. Nebelschliere. Lass das Containerschiff noch vorbei und den Köln-Düsseldorfer und… wieder nicht. Ein Versprechen nur!

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„Pass auf die Glasscherben auf“, hat Mama immer gesagt und ängstlich-beunruhigt umher geschaut. Am Rhein hat Mama immer ängstlich-beunruhigt umher geschaut. „Zieh die Schuhe an“, hat sie dann gesagt, doch die Schuhe blieben, wo sie waren. Es gibt die matten Glasscherben, die der Rhein abgelutscht hat und die sich ganz rau anfühlen, wenn man sie zwischen den Fingern reibt. Die haben wir früher immer gesammelt, die die sich ganz rau anfühlen, wenn man sie zwischen den Fingern reibt. Dann sind da noch die spitzen, die sich tief in das Gewebe zwischen Fußballen und Ferse bohren. Natürlich immer zwischen Fußballen und Ferse. Immer da, wo es einem die meisten Tränen in die Augen jagt, Tränen, die der Rhein aufsammelt.

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Die flachen Steine hüpfen bei mir nicht mehr. Sie sinken einfach wie Steine. Ich habe es verlernt. Habe es verlernt in den Jahren, in denen ich nicht am Rhein war, in denen es andere Versprechen gab, in denen sich fremde Glasscherben in mein Gewebe zwischen Fußballen und Ferse bohrten, in denen die Tränen auf sprödem Kopfsteinpflaster zersprangen und es keine Schuhe gab, die das hätten verhindern können.

Eine Ente fliegt Zentimeter über der Wasseroberfläche, doch ihre Schwingen berühren die Wellen nicht. Ein rostiges Schiff, das röhrend stromaufwärts prustet; eine Brücke, achtlos über den Rhein gerotzt; Sand, vermischt mit Kronkorken und Zigarettenstummeln; eine grüne Isomatte, die sich über einem Stein verrenkt; kalte Feuerstellen mit Alufolie; eine Saskia-Plastikflasche, die schaukelnd auf den Wellen treibt und erst nach der „Filia Rheni“ ans Ufer schwankt; 25 Cent, dagelassen oder gerade angekommen? Die Möwe fängt das Brot im Flug. Sie schreit, dann Ruhe. Kleine Mücken tanzen über dem Schlick, der die glitschigen Steine sanft umschließt. „Sei vorsichtig!“ Mamas Worte in meinem Kopf. Dort, wo das Wasser war, aber nicht mehr ist, überzieht nun eine graue, rissige Schicht die Steine. Die einzelnen Schollen lassen sich vorsichtig herauslösen und zerfallen zu Staub, wenn man sie zwischen den Fingern reibt, anders als die matten Glasscherben, die sich nur rau anfühlen, aber nicht zu Staub zerfallen, wenn man sie zwischen den Fingern reibt.

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Die Strömung zieht meinen Blick mit ins Nirgendwo. Sand und kleine Steine zwischen den Zehen. Eine Amsel verteidigt singend ihr Revier. Blaue und weiße Plastiktüten flattern im Wind. Der Rhein braucht keine bunten Fahnen. Das dumpfe, beruhigende Dröhnen einer fernen Fähre und der süße, morastige Geruch machen mich schläfrig, schläfrig am Rhein. Ich bette meinen Kopf auf den Stein neben einer halb zerstückelten Reissdorf-Kölsch-Flasche. Die Augen geschlossen, die Ohren geöffnet für das Rauschen der Pappeln bin ich plötzlich wieder ganz. Der Rhein verliert nie etwas.

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Waisen – Das Theaterstück

Endlich einmal keine unästhetischen nackten Körper, die sich in Exkrementen oder Nahrungsmitteln wälzen…

Wie faszinierend Theater heutzutage auch ohne (bzw. gerade ohne) inszenatorische Tabubrüche sein kann, zeigt das Theater der Keller in Köln derzeit anhand des Stücks „Waisen“ von Dennis Kelly. Das literarische Niveau, die darstellerische Leistung der Schauspieler und die hippe Location – einfach großartig! (Zumindest habe ich es so empfunden, als ich letztens dort war. 😉 )

Inhaltlich geht es vor allem um moralisches Handeln, um Angst in und vor der gegenwärtigen Gesellschaft und um den verzweifelten Versuch, sich an den Resten längst vergangener, vermeintlich sicherer bourgeoiser Verhältnisse festzuklammern. Auch soziale Tugenden wie Vertrauen oder Loyalität erscheinen in dieser von Gewalt dominierten Welt als brüchig und fehlgeleitet. Woran glaubt man, wenn es keine Hoffnung mehr gibt? An die Familie? Die Moral? Oder vielleicht doch an die Gewalt?

Die daraus resultierende Ungläubigkeit, der Schock und das Entsetzen vor fremdem sowie eigenem Handeln werden besonders durch die Sprache der Figuren verdeutlicht. Sie wiederholen sich, fallen sich ins Wort, reden parallel oder treten mit einzeln in die Ferne gerichteten und über das Publikum hinweggleitenden Blicken in Wechselrede. So werden für den Zuschauer alle Emotionen zugleich an der Sprache und an den Gesichtern der Figuren ablesbar: Unsicherheit, Zweifel, Ent-täuschung…

Also kurz 🙂 : Ein wirklich packendes Stück, das sich jeder ansehen sollte, der in Köln oder Umgebung wohnt!

Die nächsten Aufführungen finden am 20. Mai, am 30. Mai und am 11. Juni 2015 statt.

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Fifty Shades of Faust

Er ist älter und erfahrener als sie, ihn treibt die pure körperliche Begierde und er hat eine dunkle Seite!

Immer wieder tauchen diese Motive in erfolgreichen Erotik-Romanen auf. Doch es ist vor allem die Darstellung des besitzergreifenden, geheimnisvollen und abgründigen männlichen Wesens, die sich jüngst besonders großer Beliebtheit erfreut. Dieses Wesen ist stets zerstörerisch und bewahrend zugleich und in eben jener Dialektik liegt der erotische Reiz. Ob sich diese männliche dunkle Seite nun in Form von SM-Vorlieben, Blutdurst oder teuflischen Gefährten äußert, ist nebensächlich. Tatsache ist: Frauen scheinen darauf zu stehen!
Doch was ist so erotisch neu an einem Roman wie „Fifty Shades of Grey“? Was so besonders verführerisch an einem Mr. Grey? Um ehrlich zu sein: Gar nichts!
Sachlich-imaginativ gibt es das alles schon seit über 200 Jahren, neu ist lediglich die sprachliche Konkretisierung des sexuellen Vorgangs. E. L. James spricht ganz einfach aus, was Goethe noch nicht gewagt und wofür er so wunderbare Metaphern verwendet hat. Und was haben wir als Leserinnen davon? Entblößte Leidenschaft, die uns in allen Details entgegenspringt. Die Fantasie hat ausgedient und so projizieren wir auch nicht mehr unsere geheimen sexuellen Wünsche auf die Figuren oder deren Handlungen, sondern werden Zeuginnen einer knallharten und zeitweise schockierenden und verstörenden sexuellen Tatsache, eines orgastischen „So-Seins“.

Und doch gibt es so viele Parallelen zwischen Christian und Faust, zwischen Anastasia und Gretchen, so viele Ähnlichkeiten in der Schilderung und Wortwahl, dass ich mich zwar nicht frage: Warum „Fifty Shades of Grey“? Aber: Warum nicht mal wieder „Faust“?
Immerhin geht er einen Bund mit dem Teufel ein und zerstört alles und jeden, der seiner Begierde im Weg steht… Abgründiger geht es kaum noch.

Ich möchte hier keine weitere Buchkritik oder Empfehlung schreiben. Ich selbst habe nur Auszüge aus „Fifty Shades of Grey“ gelesen und das reicht mir eigentlich… Das soll aber jeder für sich selbst entscheiden!
Ich möchte lediglich zeigen, dass sich auch ältere literarische Werke wie „Faust“ durchaus erotisch lesen lassen.

Im Folgenden habe ich euch daher ein paar Auszüge aus beiden Werken („Fifty Shades of Grey“; „Faust“) zusammengestellt. Das Faust-Zitat ist dabei stets kursiv gehalten.

„Anastasia, was soll ich nur mit dir machen?““, flüstert er, als er mich aufs Bett drückt, sich neben mich legt und meine Hände über meinen Kopf hebt. „Lass deine Hände oben und beweg sie nicht, verstanden?“ Sein Blick droht, mich zu durchbohren; mir verschlägt es den Atem.

Ich höre sein anzügliches Grinsen in seiner Stimme, und während ich bei seinen Worten erschaudere, umkreist seine Zunge langsam meine Klitoris. Meine Oberschenkel hält er mit den Händen fest. 
„Ah!“, seufze ich, als mein Körper sich unter seiner Zunge aufbäumt.

O schaudre nicht! Laß diesen Blick,
Laß diesen Händedruck dir sagen
Was unaussprechlich ist:

„Ana“, formen seine Lippen. „Ja“, japse ich. „Auf ewig.“ Er stöhnt laut auf, schließt die Augen, lässt den Kopf nach hinten sinken. Das zu beobachten, bringt mich zum Höhepunkt.

Sich hinzugeben ganz und eine Wonne
Zu fühlen, die ewig sein muß!
Ewig! – Ihr Ende würde Verzweiflung sein
Nein, kein Ende! Kein Ende!

„Wo?“ Er erspart mir wirklich nichts. Verschämt deute ich zwischen meine Beine, und er grinst lüstern. Ich schließe verlegen und höchst erregt die Augen.

Dieser göttliche Mann ist mit Sicherheit nicht für mich bestimmt.

Beschämt nur steh ich vor ihm da
Und sag zu allen Sachen ja.
Bin doch ein arm unwissend Kind,
Begreife nicht, was er an mir findt.

„Eis“, bettle ich. „Nur, weil Sie mir heute schon so großes Vergnügen bereitet haben, Miss Steele.“ Wieder hält er mir einen Löffel Eis hin und lässt es mich diesmal sogar essen.

Er umfasst mit beiden Händen zärtlich mein Gesicht, […]

Ein überirdisches Vergnügen.
In Nacht und Tau auf den Gebirgen liegen
Und Erd und Himmel wonniglich umfassen,

Er liegt fast auf mir – ich spüre seine Erektion an meinem Po.

Ungeschickt und mit zitternden Fingern mache ich seine Hose auf und ziehe ihm Jeans und Boxershorts herunter. Nun steht er in voller Pracht vor mir. Wow.

Ich fühle mich wie Aphrodite.

Zu einer Gottheit sich aufschwellen lassen,
Der Erde Mark mit Ahnungsdrang durchwühlen,
Alle sechs Tagewerk im Busen fühlen,

Ich genieße es mit geschlossenen Augen. Nach einer Weile zieht er an meinen Haaren, so dass mein Hals entblößt ist. 
“Du gehörst mir“, raunt er und knabbert an meinem Ohrläppchen. 
Ich stöhne auf.

In stolzer Kraft ich weiß nicht was genießen,
Bald liebewonniglich in alles überfließen,

„Christian, bitte.“ „Bitte was?“, murmelt er zwischen meinen Brüsten. „Ich will dich in mir spüren.“ „Tatsächlich?“ „Bitte.“ Den Blick nicht von mir lösend, drückt er meine Beine mit seinen auseinander und versenkt sich köstlich langsam in mir. Ich schließe genüsslich die Augen, wölbe ihm instinktiv das Becken entgegen und stöhne laut auf. Er zieht sich kurz zurück und schiebt sich erneut in mich hinein. Meine Finger vergraben sich in seinen widerspenstigen Haaren, und wieder bewegt er sich ganz langsam hinein und heraus.

„Schneller, Christian, schneller … bitte.“ Er küsst mich leidenschaftlich und wird schneller, hart und unerbittlich … o Gott. Ich bin knapp davor. „Komm, Baby“, keucht er. „Komm für mich.“ Seine Worte lassen mich in eine Million Stücke explodieren.

Verschwunden ganz der Erdensohn,
Und dann die hohe Intuition – (mit einer Gebärde)
Ich darf nicht sagen, wie – zu schließen.

„Du bist wirklich ein schöner Anblick, Anastasia Steele.“

Verruchter! hebe dich von hinnen,
Und nenne nicht das schöne Weib!

Er sieht mich an, die Augen voller Begierde.

Plötzlich ist mein Körper hellwach. Das Bad hat meine Haut sensibilisiert. 
Mein erhitztes Blut sammelt sich in meinem Unterleib, zwischen meinen Beinen. Ich stöhne.

Ich vergrabe meine Hände in seine Haare. Seine Zunge umkreist meine Klitoris, treibt mich fast zum Wahnsinn, weiter und weiter, immer wieder.

Bring die Begier zu ihrem süßen Leib
Nicht wieder vor die halb verrückten Sinnen!

Seine Lippen auf meinen, seine Hände um meinen Kopf, während unsere Zungen einander umschmeicheln.

Als er zärtlich meine Fingerknöchel küsst, hallt die Berührung seiner Lippen in meinem ganzen Körper wider.

Ich bin ihr nah, und wär ich noch so fern,
Ich kann sie nie vergessen, nie verlieren
Ja, ich beneide schon den Leib des Herrn [d. i. Gott],
Wenn ihre Lippen ihn indes berühren.

Als er die Reise über meine Brüste wiederholt, bekomme ich eine Gänsehaut.

Ich stöhne auf. Verdammt ist das kalt, nein heiß, nein, es ist die reinste Folter, aber er gibt keine Ruhe, […]

Es ist so schwül, so dumpfig hie
(sie macht das Fenster auf)
Und ist doch eben so warm nicht drauß.
Es wird mir so, ich weiß nicht wie –
Ich wollt, die Mutter käm nach Haus.
Mir läuft ein Schauer übern ganzen Leib –
Bin doch ein töricht furchtsam Weib!
(sie fängt an zu singen, indem sie sich auszieht.)

Mein Körper fängt zu glühen an.

Ich sehe ihn an, und er erwidert meinen Blick mit glühenden Augen.

Es ist geradezu himmlisch, mit welcher Leidenschaft wir uns küssen.

Laß in den Tiefen der Sinnlichkeit
Uns glühende Leidenschaften stillen!

Christian zieht mich in seine Arme.

Mir wird’s so wohl in deinem Arm,
So frei, so hingegeben warm,

Sein Arm umschlingt meine Taille und zieht mich zu ihm heran, so dass er seine Nase an meinen Nacken schmiegen kann.

Was ist die Himmelsfreud in ihren Armen?
Laß mich an ihrer Brust erwarmen!

Ich gestatte mir einen kurzen Blick auf sein Profil: gerade
Nase, sinnliche Lippen, eine Haarsträhne in der Stirn.

Während er seine Nase an meiner reibt, streiche ich mit den Händen über seinen muskulösen Rücken bis zu seinem wohl geformten Hinterteil.

Sein hoher Gang,
Sein‘ edle Gestalt,

… O ja … Ich sehe ihn an, und er erwidert meinen Blick mit glühenden Augen.

Seine Augen glühen vor Liebe und etwas Dunklerem…

Seine Augen leuchten dunkel wie die Wolken eines Tropensturms.

Ein lüsternes, verführerisches Christian-Grinsen.

Seines Mundes Lächeln,
Seiner Augen Gewalt,

Er sieht mir in die Augen, beobachtet, taxiert mich, bevor er sich zu mir herunterbeugt und mir hastig einen keuschen Kuss auf die Lippen drückt.

Er drückt mir einen sanften Kuss auf den Rücken, über dem ersten Knopf meines Kleides.

„Ich werde Sie jetzt am ganzen Körper küssen, Miss Steele““, verkündet er mit sanfter Stimme, wölbt die Hand um mein Kinn und schiebt es nach oben, so dass mein Hals frei liegt. Seine Lippen gleiten an ihm hinunter, küssen, saugen und beißen, bis zu der kleinen Kuhle am unteren Ende.

Und seiner Rede
Zauberfluß,
Sein Händedruck,
Und ach! sein Kuß!

Ich schließe genüsslich die Augen, wölbe ihm instinktiv das Becken entgegen und stöhne laut auf.

Als ich mich zu ihm herabbeuge, um ihn zu küssen, richtet er sich auf, packt meinen Kopf und vergräbt seine Finger in meinen Haaren.

„Ich will dich anfassen.““ Meine Stimme klingt heiser. „„Ich weiß.“

Mein Busen drängt
Sich nach ihm hin,
Ach dürft ich fassen
Und halten ihn,

„Mr. Grey, so romantisch?“ „Für Sie, Mrs. Grey – Herzchen und Blümchen. Auf ewig.“ Ich küsse seinen schlichten Platinring, ohne den Blick von 
ihm zu wenden. Er schließt die Augen.

Ich hebe die Hand zu seinem zweiten Hemdknopf, küsse zärtlich Christians Brust und öffne auch die anderen Knöpfe, jeweils mit einem Kuss. Dazwischen flüstere ich: „Du. Machst. Mich. So. Glücklich. Ich. Liebe. Dich.“

Und küssen ihn,
So wie ich wollt,
An seinen Küssen
Vergehen sollt!

„Gott, fühlst du dich gut an“, flüstert er.

Und bin nun selbst der Sünde bloß!
Doch – alles, was dazu mich trieb,
Gott! war so gut! ach, war so lieb!

Seine Hände gleiten über meine Brüste, als er mit den Lippen die Kuhle unter meinem Hals erreicht.

„Christian, bitte.“ „Bitte was?“, murmelt er zwischen meinen Brüsten. „Ich will dich in mir spüren.“

Ach kann ich nie
Ein Stündchen ruhig dir am Busen hängen
Und Brust an Brust und Seel in Seele drängen?

Dann sind seine Finger an meinen Brüsten.

Er lässt den Mittelfinger über meine Brüste gleiten und zeichnet die Ränder der Korsage nach. Mein Atem geht flacher. Als er die Reise über meine Brüste wiederholt, bekomme ich eine Gänsehaut.

„Und ich will dich, meine Liebe, mein Leben …“

Wo fass ich dich, unendliche Natur?
Euch Brüste, wo? Ihr Quellen alles Lebens,
An denen Himmel und Erde hängt,
Dahin die welke Brust sich drängt –
Ihr quellt, ihr tränkt, und schmacht ich so vergebens?

Als ich an meiner Fessel zerre, knarrt das Bett gefährlich, aber das ist mir egal – ich brenne vor Lust.

Meine Lust wächst ins Unermessliche.

Schaff mir etwas vom Engelsschatz!
Führ mich an ihren Ruheplatz!
Schaff mir ein Halstuch von ihrer Brust,
Ein Strumpfband meiner Liebeslust!

Zu merken, dass ich eine solche Wirkung auf ihn ausübe, dass ich ihm derart Trost bieten kann, lässt mich dahinschmelzen …

Umgibt mich hier ein Zauberduft?
Mich drang’s, so grade zu genießen,
Und fühle mich in Liebestraum zerfließen!
Sind wir ein Spiel von jedem Druck der Luft?

Ich spüre seine Begierde, gepaart mit … was? Verehrung. Es ist, als würde er mich anbeten.

Ich genieße es mit geschlossenen Augen.

So tauml ich von Begierde zu Genuß,
Und im Genuß verschmacht ich nach Begierde.

(Und im Folgenden noch ein Verweis auf das heimliche, „masturbatorische“ Ausleben der Sinnlichkeit, gemischt mit der Angst des Entdecktwerdens…)

Erektion

Ich bin ganz nahe dran.

Und träte sie den Augenblick herein,
Wie würdest du für deinen Frevel büßen!
Der große Hans, ach wie so klein!
Läg, hingeschmolzen, ihr zu Füßen.

Wie ihr seht, kann sich auch ein Blick in die Klassiker durchaus lohnen… 😉

Manche der Vergleiche mögen dem ein oder anderen Literaturwissenschaftler sauer aufstoßen und allzu plump vorkommen, manche sind, aus dem Kontext gerissen, nicht ganz zutreffend, aber das hier soll ja auch keine wissenschaftliche Abhandlung sein…

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Get ready…!

Hey, heute ist der letzte Tag, an dem ihr noch für euren favourite Youtube-Star voten könnt! Zur Wahl stehen Sami Slimani, Bibi, dieLochis (eigentlich zwei, gehen aber auch als eine Person durch) und Dagibee. Am 29. März ist es dann so weit: Einer der vier bekannten deutschsprachigen Vlogger wird den beliebten Preis der „Kids‘ Choice Awards“ für den „Lieblings-Videoblogger; Deutschland, Österreich, Schweiz“ mit nach Hause nehmen. Doch vorher wird der Gewinner noch mit dem traditionellen grünen Schleim übergossen. Eine Konnotation wird zur Wirklichkeit! Was für ein Zufall, dass Joko und Klaas (eigentlich zwei, gehen aber auch als eine Person durch) ebenfalls nominiert sind bzw. ist!

Während die Welt taumelt (und das muss sie, wenn sogar Frankfurt brennt! OMG!), Bürgerkriege wüten, IS und Al-Qaida um neue Anhänger buhlen, Tsipras und Merkel vergeblich nach einer gemeinsamen „Sprache der Wahrheit“ suchen und Utah die Giftspritzen ausgehen, flüchtet man sich am besten in Bibis Beauty Palace! Da ist es wohlig warm, vertraut und immer sonnig! Oder man begleitet die Lochis einen Tag lang auf ihrer spannenden Reise durch die Pubertät, denn… was kann es Schöneres geben?

„Verstehst du, was für neue Lebenskraft
Mir dieser Wandel in der Öde schafft?“ (Faust, V. 3278f.)

Oder wie wäre es mit einem Meet&Greet mit Sami, Lamiya und Dounia Slimani? Träumt ihr nicht auch davon, in einer brüderlich-familiären Umarmung für einen Augenblick alle Unwägbarkeiten des Lebens zu vergessen? Oder als eines von Dagis Bienchen hin und wieder am süßen Nektar der jugendlichen Unbeschwertheit zu nippen?

Doch… klar! Wer will das nicht?!

Daher ist es gut, dass es euch gibt, liebe Youtube-Stars! In einer Zeit, in der Kinder mit vier Jahren ihr erstes Smartphone bekommen, in der man Blockflöte studieren kann und in der Jugendliche ausziehen, das Fürchten zu lehren, habt ihr immer ein offenes Ohr für die Sorgen 13-jähriger Teenager und DAS IST GUT SO!
Besonders jetzt, da Jürgen Domian uns verlässt und die Menschheit somit gänzlich dem chaotischen Treiben der Welt aussetzt…

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